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Stellungnahmen

Dezember 2011
Stellungnahme der deutschen Biokraftstoffwirtschaft zu den Berichten von IFPRI und JRC

Die Richtlinie 2009/28 verpflichtet die Europäische Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht vorzulegen, „in dem sie die Auswirkungen indirekter Landnutzungsänderungen auf die Treibhausgasemissionen prüft und Möglichkeiten untersucht, wie diese Auswirkungen verringert werden können."

In ihrem Bericht vom 22. Dezember 2010 hat die Kommission mitgeteilt, dass die Defizite und Unsicherheiten der damals verfügbaren Modelle sich signifikant auf die Prüfung der Auswirkungen indirekter Landnutzungsänderungen (iLUC) auswirken können. Wie von der Kommission angekündigt, hat das International Food Policy Research Institute (IFPRI) einen weiteren Bericht über die Auswirkungen des europäischen Biokraftstoffbedarfs vorgelegt.

Stellungn._zu_IFPRI_JRC_Berichten_2012_01_06.pdf

November 2010
Stellungnahme der deutschen Biokraftstoffwirtschaft zu iLUC: Nur konkrete Regelungen in betroffenen Regionen können klimaschädliche Landnutzungsänderungen vermeiden

Die bisherige Forschung kann indirekt durch Biokraftstoffe verursachte Landnutzungsänderungen weder quantifizieren noch belegen und daher keine Grundlage für gesetzliche Regelungen sein. Der BDBe spricht sich deshalb gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband (DBV), der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) sowie dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) dafür aus, die Analyse treibhausgasrelevanter Landnutzungsänderungen weiter zu vertiefen. Ein neben weiteren Maßnahmen diskutierter globaler iLUC-Faktor, durch den alle Biokraftstoffe weltweit pauschal einen CO2-Malus erhielten, würde dieses Ziel verfehlen. Nur wirksame nationale Regelungen in betroffenen Regionen, die beispielsweise die Rodung von Regenwald unterbinden, können CO2-Emissionen aus solchen Landnutzungsänderungen vermeiden.

iLUC_Stellungnahme.pdf

März 2010
Kombiquote für den Klimaschutz: Biokraftstoffverbände präsentieren Vorschlag zur Novellierung der deutschen Biokraftstoffregelung

Der BDBe spricht sich gemeinsam mit der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) sowie dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) dafür aus, die Pflicht zur Senkung der Treibhausgasemissionen des Straßenverkehrs zu verschärfen. Diese soll mit der obligatorischen Verwendungsquote für Biokraftstoffe zu einer „Kombiquote“ verbunden werden. Im Detail soll die Einführung der Treibhausgasquote von 2015 auf 2013 vorgezogen und bis 2020 kontinuierlich auf acht Prozent angehoben werden. Gleichzeitig soll die auf 6,25 Prozent gesenkte Biokraftstoffquote schrittweise auf das EU-Ziel von 10 Prozent im Jahr 2020 steigen. Mit der „Kombiquote“ könnten die Treibhausgasemissionen deutlich schneller als bisher gesenkt werden.

Memorandum.pdf