Flächen
Die deutsche Bioethanolwirtschaft nutzt fast ausschließlich heimische Rohstoffe. Wie bei allen landwirtschaftlichen Erzeugnissen werden dafür Flächen benötigt. In Deutschland stehen insgesamt fast 12 Millionen Hektar Ackerland zur Verfügung – davon wurden im Jahr 2010 nur 2,1 Prozent für den Anbau von Energiepflanzen für Bioethanol genutzt.
In den kommenden Jahren werden nach Einschätzungen der EU-Kommission durch Ertragssteigerungen in der Landwirtschaft und als Folge von Marktreformen bis zu 20 Millionen Hektar zusätzliche Ackerfläche in Europa frei – ein Potenzial, das für den Anbau von Energiepflanzen genutzt werden kann.
Ausschließlich Futtergetreide und Industrierüben kommen bei der Herstellung von deutschem Bioethanol zum Einsatz. Selbst durch schlechte Witterung geschädigtes Getreide, das nicht mehr als Futtermittel taugt, können Landwirte noch zur Herstellung von Bioethanol verkaufen. Damit stellt die Bioethanolproduktion keine Konkurrenz zu Lebensmitteln dar. Darüber hinaus entsteht bei der Herstellung nicht nur Kraftstoff, sondern auch eine Vielzahl an wertvollen Nebenprodukten:
Die Herstellung von Bioethanol geht nicht zu Lasten der Welternährung, denn Hunger ist vor allem ein Armutsproblem und Folge ungleicher Verteilung. Hunger und Unterernährung bedeuten nicht, dass grundsätzlich zu wenig Nahrungsmittel produziert würden, um die Weltbevölkerung von sieben Milliarden Menschen zu ernähren.
Kurz gefasst:
Deutsches Bioethanol
Zum Weiterlesen:
• Bioethanol und Nebenprodukte
• Nachhaltigkeit, Ökologie, "iLUC"