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E5 und E10

Bioethanol wird für technische und traditionelle Anwendungen hergestellt. Zum Beispiel als chemisches Lösungsmittel, Reinigungsmittel, Frostschutzmittel, im medizinischen Bereich oder als Brennstoff. Doch der größte Teil der weltweiten Alkoholproduktion ist für die Anwendung als Kraftstoff – als Benzinersatz Bioethanol.

Bioethanol verbindet sich mit Benzin und hat darüber hinaus vorteilhafte chemische Eigenschaften: Es ist dank seiner höheren Oktanzahl leistungsfähiger als Benzin, nahezu schwefelfrei und biologisch abbaubar.

Heute ist Bioethanol der weltweit wichtigste Biokraftstoff und die einzige verfügbare Alternative zu fossilem Benzin. Die wichtigste Verwendungsform von Bioethanol ist die Beimischung zu Benzin. Zudem kommt es in Deutschland als spezieller Kraftstoff E85 sowie im Benzinadditiv ETBE zum Einsatz.

Auch in Mobilitätskonzepten der Zukunft spielt Bioethanol eine Rolle: Es kann in Brennstoffzellen oder im Range Extender von Elektrofahrzeugen eingesetzt werden.

E5
Herkömmliches Benzin enthält seit Jahren bis zu 5 Prozent Bioethanol. Allerdings wird der Kraftstoff an der Tankstelle nicht ausdrücklich als E5 bezeichnet. Alle normalen Benzinmotoren können ohne Modifikation mit E5 betrieben werden.

E10
Die seit Januar 2011 in Deutschland schrittweise eingeführte Kraftstoffsorte E10 enthält bis zu 10 Prozent Bioethanol. 93 Prozent des benzinbetriebenen Fahrzeugbestands in Deutschland und in der Regel alle Neufahrzeuge können E10 ohne jede Einschränkung tanken.

Seit der Einführung geben die Hersteller verbindliche Erklärungen dazu ab, ob ein Fahrzeug E10 verträgt.

Eine Übersicht zu allen Marken und Modellen wird von der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) herausgegeben:
http://www.dat.de/e10liste/e10vertraeglichkeit.pdf

Seit Januar 2011 gelten die Nachhaltigkeitsvorschriften der EU. Es darf nur noch Bioethanol mit einem amtlich kontrollierten Nachhaltigkeitszertifikat verwendet werden, das nicht von besonders schützenswerten Flächen stammt und erheblich zur Senkung der CO2-Emissionen beiträgt. Verbraucher können somit sicher sein, dass für die Herstellung von Bioethanol z. B. keine Regenwälder gerodet werden.

Alle deutschen Bioethanolanlagen erfüllen die Nachhaltigkeitsvorschriften der EU. So ist sichergestellt, dass heimisches Bioethanol nicht nur die knapper werdenden Erdölreserven schont, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

E10 Verträglichkeit