Home
Biokraftstoff-Glossar
Formelsammlung
Nachrichten & Termine
Aktuell
Archiv 2009
Archiv 2008
Archiv 2007
Archiv 2006
Presse-Service
Pressegrafiken
Bioethanol-Fakten
Bioethanol an der Tankstelle
E 10
E 85
Produktion
Geschichte
Produktionsprozess
Statistik
2010
2009
2008
2007
2006
Umwelt
Energiebilanz
Bioethanol - weltweit
Service
E 85-Tankstellen
Bioethanol für Kamine
Politik & Recht
Politik-Hintergründe
Biokraftstoff-Politik
Biokraftstoffquoten
Gesetzestexte
Normen
Fachinformationen
Forschungseinrichtungen
Literaturliste
Studien
Fachvorträge
Herstellerverzeichnis
BDBe
Aufgaben & Ziele
Vorstand & Geschäftsstelle
Mitglieder
Publikationen
Niedersächsische Zuckerrübenanbauerverbände tanken ab sofort Bioethanol
Pressemeldung der Zuckerrübenanbauerverbände Niedersachsen-Mitte e.V. und Südniedersachsen e.V.,
Hildesheim - Vier niedersächsische Zuckerrübenanbauerverbände fahren ab sofort Autos, die mit Bioethanol aus Zuckerrüben betankt werden. Zur Übergabe der Fahrzeuge kam der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen nach Hildesheim. Siegfried Sander, Vorsitzender des Zuckerrübenanbauerverbandes Südniedersachsen e.V., der stellvertretend für die anderen Verbände sprach, sagte: „Die Zuckerrübe ist unschlagbar stark. Sie liefert pure Energie wie Zucker und Bioethanol in großen Mengen.
Aus den Zuckerrüben eines Rübenfeldes von einem Hektar können etwa
6.000 Liter Bioethanol gewonnen werden.“ Bei durchschnittlicher Fahrleistung
können damit 5 Autos etwa ein Jahr lang mit Kraftstoff versorgt werden.
Mit dem Kauf von vier Ford-Fahrzeugen mit so genanntem Flexfuel-Motor setzen
die Zuckerrübenanbauerverbände ein Zeichen. Sander gab Minister Ehlen mit
auf den Weg: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Autobauer in Wolfsburg keine
derartigen Fahrzeuge in Deutschland anbietet. Deutschland ist auf diesem
Gebiet Entwicklungsland.“ Sander forderte Ehlen auf, dass auch die Landesregierung ihren Fuhrpark auf Fahrzeuge mit Flexfuel-Motoren umstellt. Nur einer verstärkten Nachfrage nach umweltfreundlichen Autos folgt auch ein entsprechendes Angebot der Autohersteller. Daher sollten die staatlichen Institutionen mit gutem Beispiel vorangehen. Die Verwendung von Bioethanol als Kraftstoff trägt nicht nur zur Versorgungssicherheit bei sondern kommt auch den Klimaschutzzielen der Bundesregierung nahe. Da bei der Verbrennung des Bioethanols nur das von der Zuckerrübe gebundene CO2 wieder freigesetzt wird, ist die Verwendung von Bioethanol aktiver Klimaschutz!
Im Hinblick auf den vermehrten Einsatz von regenerativen Treibstoffen leisten die norddeutschen Rübenanbauer zusammen mit der Zuckerindustrie ihren Beitrag.
Dies machte Günter Jakobiak, Vorstandsmitglied der Nordzucker AG, deutlich.
„Nordzucker wird in diesem Herbst rund 800.000 Tonnen Zuckerrüben für die
Bioethanolherstellung verarbeiten. Dies sind immerhin rund 10 Prozent der gesamten Rübenmenge.“ Die Entwicklung regenerativer Treibstoffe erfordere jedoch nicht nur Zielvorgaben in Bezug auf Beimischungsquoten, sondern auch praktische Umsetzung. So ist zurzeit beispielsweise das Tankstellennetz für Ethanolfahrzeuge mit Flexfuel-Motoren in Deutschland noch sehr dünn. Das betreffe auch Niedersachsen, so Jakobiak, wo von über 1.900 Tankstellen aktuell lediglich 20 den Ethanoltreibstoff E85 anbieten. Hier könne die niedersächsische Landesregierung als Motor fungieren: zum Beispiel, indem sie Flex-Fuel- Fahrzeuge auch in den Behörden einsetze oder durch ein 100-Tankstellen- Programm für den Ethanolkraftstoff E85.
„Bioethanol ist momentan eine ausgezeichnete Option, Mobilität noch umweltfreundlicher zu gestalten“, so Michael Wersig vom Autohaus Hentschel. „Mit dieser effizienten und umweltfreundlichen Technologie können wir ab sofort, einfach und wirkungsvoll etwas gegen den Klimawandel tun, ohne unsere Grundbedürfnisse in Sachen individueller Mobilität zu stark einschränken zu müssen. Die Flexfuel-Technologie ist verfügbar, sie ist bezahlbar und nutzt sowohl der Umwelt als auch dem Kunden. Deshalb werden ab Frühjahr 2008 – neben den bereits erhältlichen Flexfuel-Varianten des Ford Focus und des Ford C-MAX – die Modelle Galaxy, S-MAX, und der neue Mondeo mit diesem alternativen Antrieb verfügbar sein. Die Marke mit dem blauen Oval hat damit das europaweit breiteste Angebot an diesen umweltfreundlichen Fahrzeugen“.
Bisher bieten neben Ford auch Saab und Volvo die Autos mit umweltfreundlichen
Motoren an, die sowohl den Ethanolkraftstoff E85 als auch Superbenzin in jeder
beliebigen Mischung tanken können.
Die drei genannten Zuckerrübenanbauerverbände vertreten die Interessen von
rund 7.000 Rübenanbauern in Niedersachsen. Etwa 2.700 Mitglieder also rund
40% bauen in Zukunft Zuckerrüben für die Herstellung von Bioethanol an.
<< zurück zum Anfang