(BDBe) Die Internationale Energieagentur (IEA) bezeichnet das gegenwärtige Energiesystem wegen steigender Klimagasemissionen als nicht nachhaltig. Die notwendigen Klimagaseinsparungen müssten zu ca. drei Viertel durch Biokraftstoffe und andere erneuerbare Energieträger sowie durch verstärkte Energieeinsparung geleistet werden.
Bei der Vorstellung ihrer neuen Energieprognose „World Energy Outlook 2008“ hat die IEA am 19.11.2008 in Berlin das gegenwärtige Energiesystem als nicht nachhaltig kritisiert. Die IEA warnte vor einem drastischen Anstieg der Klimagasemissionen unter anderem durch sprunghaft zunehmende Nutzung von Kohle zur Energiegewinnung. In einem Alternativszenario der IEA zur Umsetzung der Klimagasvorgaben der G 8 sind erneuerbare Energien und Biokraftstoffe mit 23 Prozent und Energieeinsparung mit 54 Prozent ausschlaggebend.
Die deutsche Bioethanolwirtschaft bewertet den energiepolitischen Kurswechsel der IEA als Plädoyer für Biokraftstoffe und andere erneuerbare Energieträger. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft BDBe, Dietrich Klein, erklärte in Berlin: „Die Energieprognose der IEA macht deutlich, dass die Klimawende im Verkehr nur mit Biokraftstoffen möglich ist.“
Bei Fortsetzung der bisherigen Energiepolitik müssten laut IEA bis zum Jahr 2030 6,3 Billionen US-Dollar in zusätzliche Erdölförderung investiert werden. Klein bezeichnete einen solchen Kapitaleinsatz für einen klimaschädlichen und immer knapper werdenden fossilen Energieträger als unverantwortlich. Die zügige Markteinführung von Biokraftstoffen sei eine nachhaltige und kostengünstige Alternative.
Klein wies daraufhin, dass in Deutschland und der EU nach Berechnungen der Universität Stuttgart-Hohenheim bis zum Jahr 2020 genügend Biomassepotential zur Verfügung stünde, um ca. 45 Prozent des deutschen bzw. 41 Prozent des europäischen Benzinbedarfs zu decken.
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