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Steigende Nahrungspreise Chance für Afrika - FAO-Direktor Diouf sieht Potential
Pressemeldung des Deutschen Bauernverbands

Die steigenden Preise für landwirtschaftliche  Produkte sind eine Chance
für die Entwicklung der Landwirtschaft in Afrika, analysierte der Direktor
der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen, Jacques Diouf, in
der englischsprachigen Zeitung Herald Tribune. In den vergangenen Jahren
habe Afrika besonders unter dem Zerfall der Preise für Agrarprodukte
gelitten. Die jetzige Entwicklung mit steigenden Preisen für Agrarprodukte
verbessere dagegen endlich die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen
Produktion. Die afrikanische Landwirtschaft habe mehr Entwicklungspotenzial
wie jedes andere landwirtschaftliche System weltweit, schrieb Diouf. Der
Kontinent verfüge regional über genügend Wasser, Land und Arbeitskräfte.
Das Problem in Afrika, so Diouf, bestehe in dem mangelnden Zugang zu
modernen Produktionsfaktoren wie Dünge- und Pflanzenschutzmitteln,
Agrartechnik, Forschung und Bildung. Um das Produktionspotential bei der
Erzeugung von Lebensmitteln auszuschöpfen, seien durchgreifende Anpassungen
in Afrika erforderlich. Dazu bedürfe es der Hilfe der internationalen
Staatengemeinschaft, nicht zuletzt aus Eigeninteresse, so Diouf.

Für eine prosperierende afrikanische Landwirtschaft müssten
infrastrukturelle Verbindungen der ländlichen Räume zu den Städten erstellt
werden, um den Landwirten Zugang zu den heimischen Verbrauchermärkten zu
ermöglichen. Insbesondere müssten die Landwirte im Bereich der
Dienstleistungen Instrumente wie Kredite und Versicherungen erhalten. Diouf
sieht dann das Potential, dass sich der Kontinent Afrika langfristig selbst
ernähren könne. Er zitierte zudem den jüngsten Bericht der Weltbank, wonach
die Entwicklung der Landwirtschaft einen maßgeblichen Anteil an der
wirtschaftlichen Entwicklung Afrikas zukomme. Die aktuellen Verbesserungen
der Erzeugerpreise seien eine Möglichkeit für einen Aufschwung in Afrika.

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