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Glossar E
E 5: Kraftstoff für Ottomotoren, der gemäß der Norm DIN EN 228 zu 5 % aus Bioethanol und zu 95 % aus Benzin besteht.

E 10: Gegenwärtig wird auf Basis der Norm DIN EN 228 eine Erweiterung auf einen Bioethanolanteil am Benzin von 10 % erarbeitet.

E 85: besonders förderungswürdiger Kraftstoff, der prinzipiell zu 85 % aus Bioethanol und zu 15 % aus herkömmlichem Benzin besteht. Nach der europäischen Vornorm (CEN workshop agreement) CWA 15293:2005 sind jedoch saisonal unterschiedliche Prozentanteile erlaubt, solange diese mindestens 70 % Bioethanol betragen. Dieser Kraftstoff ist für -> Flexible-Fuel-Vehicles ausgelegt.

E 100: Bioethanol als Reinkraftstoff, teilweise in Brasilien üblich.

Einfachzucker: -> Monosaccharide

Emissionen: jegliche Art der Abgabe von festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen, Lärm, Gerüchen, Strahlung, Erschüttungen etc. an die Umgebung. Meist werden damit Schadstoffe (-> Abgase, Abluft, Abwasser, feste oder flüssige Abfälle, Elektrosmog, Radioaktivität etc.) aus Anlagen bezeichnet. Im Gegensatz zu -> Immissionen sind E. immer auf eine bestimmte Quelle bezogen, die die Schadstoffe emittiert. Nach §3 -> BImSchG lautet die Definition:
  • Emissionen im Sinne dieses Gesetzes sind die von einer Anlage ausgehenden Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Erscheinungen.
  • Luftverunreinigungen im Sinne dieses Gesetzes sind Veränderungen der natürlichen Zusammensetzung der Luft, insbesondere durch Rauch, Ruß, Staub, Gase, Aerosole, Dämpfe oder Geruchsstoffe.

Energiebilanz:
a) volkswirtschaftlich das Verhältnis von Energie¬erzeugung und Energieimporten zum Verbrauch,
b) bei der Energie¬gewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien das Verhältnis aller Energieaufwendungen der Erzeugung zu der Summe energetisch verwertbarer und Primärenergie sparender Produkte. Die Energiebilanz der Bioethanolgewinnung ist positiv, d. h. es handelt sich um einen energieschöpfenden Prozess.

Energieformen:
a) physikalisch: mechanische E., chemische E., thermische E., elektrische E. und magnetische E.,
b) nach Grad der Umwandlung: Primärenergie (E. in Kohle, Erdöl, Erdgas, Atomkernen, Wasser, Wind, Erd- und Sonnenwärme, Biomasse) und Se¬kundärenergie (z.B. elektrischer Strom, Wasserdampf, Bioethanol).
c) nach Erneuerbarkeit (z.B. Bioethanol aus Pflanzenmaterial) bzw. Endlichkeit (z.B. Synthesealkohol aus Erdöl). Die endlichen Energie¬träger wie Erdöl und Kohle werden auch als fossile Energiequellen bezeichnet.
Energiegehalt: -> Heizwerte

Energiesteuer: Ab 31.07.2006 Verbrauchssteuer i.S. der Abgabenordnung zur Regelung der Besteuerung von Mineralölen und Erdgas als Heiz- oder Kraftstoff; vorher: -> Mineralölsteuer

Enzyme: -> Fermente, -> Biokatalysatoren

Erdgas: steht über Erdöl in Lagern, strömt beim Bohren aus. Methangehalt ca. 85 %. Qualitäten L mit 35,2 und H mit 42,7 MJ/ Nm3 Heizwert.

Erneuerbare Energien: regenerative Energie, die im Gegensatz zu fossilen Energieträgern theoretisch unbegrenzt zur Verfügung stehen. Man unterscheidet die drei Gruppen Wärme, Strom und Kraftstoffe, die jeweils wieder unterteilt werden können.

ETBE: Abkürzung für Ethyl-Tertiär-Butyl-Ether. E. ist eine Benzinbeimischungskomponente und dient als Oktanzahlverbesserer, um so die Klopfneigung des Kraftstoffs herabzusetzen. Es besteht zu 47 % aus Bioethanol und kann dem Benzin im Rahmen der geltenden Norm DIN EN 228 bis zu einem Anteil von 15 % beigemischt werden. ETBE ersetzt heute weitestgehend das –in den USA aus Umwelt- und Gesundheitsgründen inzwischen verbotene- Antiklopfmittel Methyl-Tertiär-Butyl-Ether (MTBE). siehe auch -> Ether

Ethanol: Alte Bezeichnungen Äthanol, Äthylalkohol. Formel C2H5OH; Hauptprodukt der -> alkoholischen Gärung. Hauptbestandteil von -> Branntwein und Trinkalkohol. Verwendung als Kraftstoffadditiv (-> Alkoholkraftstoffe, ->Bioethanol) und als alleiniger Kraftstoff. D = 0,794 bei 15°C, Siedepunkt. 78,39°C, Heizwert (Hu)-Angaben zwischen 27 und 26,77 MJ/kg bzw. 21,44-21,15 MJ/l.

Ethanolpflanzen: Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Gehaltsrüben, Zuckerrohr, Zuckerhirse, Topinambur (engl. Jerusalem artichoke), Wurzelzichorie, Möhren und andere. 

Ethanol-Vorteile bei Benzinbeimischung: Benzineinsparung (Erdöl-Spareffekt), Erhöhung der -> Klopffestigkeit des Benzins, umweltfreundliche Verbrennung (Senkung CO, HC-Stoffe, Photooxydantien).

Ether: wertvolle Benzinadditive, z.B. Methyl-tertiär-Butylether(-> MTBE) oder -> ETBE zur Steigerung und Stabilisierung der Klopf¬festigkeit. Einfach mischbar, hoher Heizwert (weniger Sauerstoffge¬halt als Alkohole). Herstellung aus Methanol oder Ethanol + Isobutylen.

Ethylalkohol: -> Ethanol. Sorten siehe -> Alkoholsorten.

Ethylen: C2H4, brennbares Gas. Fällt bei Benzingewinnung aus Erdöl an (-> cracken). Vielseitiger petrochemischer Ausgangsgrund¬stoff insbesondere für Kunststoffe, z.B. Polyethylen, Polyvinylacetat PVC und andere. Des weiteren zur Ethanolsynthese (-> Alkohole).

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