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Glossar D

Dämpfen: Stärkeaufschluss unter Hochdruck (Über 100° C). In der Brennerei heute weitgehend durch -> drucklosen Stärkeaufschluss ersetzt.

Dampfbedarf: wichtiger Maßstab des Energiebedarfes bei der Ethanolgewinnung. Dampfmenge je l Alkohol oder dt Rohstoff insgesamt und für die einzelnen Verfahrensschritte.

Dampfdruck: Maß der -> Flüchtigkeit des Kraftstoffes, gemessen nach Reid in der Einheit bar. Im Ottokraftstoff muss gemäß der Norm DIN EN 228 ein maximaler Dampfdruck von 60 kiloPascal (kPa) in Sommerware und von 70 kPa in Winterware eingehalten werden. Die Ethanolzugabe erhöht den Dampfdruck des Gemisches.

Destillation: Auftrennung von Flüssigkeiten, die aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt sind, durch kontrollierte Erhitzung, z.B. fraktionierte Destillation von Rohöl (Erdöl) oder Trennung von Alkohol und Wasser. Basis dieser Trennungsmöglichkeit sind die unterschiedlichen Siedepunkte der Mischungsbestandteile. "Trockene" Destillation von Holz führt zu "Holzgeist" (-> Methanol).

Dextrose: -> Glucose

Dichte (D): auch "spezifisches Gewicht". Stoffliches Kennzeichen, welches das Verhältnis der Masse zum Volumen angibt: g/cm3 oder g/ml. Messung erfolgt im luftleeren Raum. Bei Flüssigkeiten ist stets auch Angabe der Temperatur notwendig. D ist notwendig zur Umrechnung von Volumeneinheiten (z.B. l, hl, b, m3) in Masseneinheiten (z.B. kg, t) oder umgekehrt. Die Dichteangabe erfolgt entweder absolut (z.B. in kg/l) oder als Verhältniszahl zur Masse der gleichen Wassermenge (Dichteverhältnis).

Dieselkraftstoff: im Bereich zwischen 200-360°C siedende Kohlen¬wasserstoffe des Rohöles. Gehört wie leichtes Heizöl zu den Mittel¬destillaten (-> Destillation). Qualitätsanforderungen in DIN 51601 geregelt.
Dieselkraftstoffe mit Alkoholbeimischung: normalerweise nur unter Zugabe von Lösungsvermittlern (z.B. Ethylazetat) möglich wegen schlechter Vermischbarkeit von Dieselöl und Alkohol. Steigende Temperatur und steigender Aromatenanteil des Dieselöles ver¬bessern die Mischbarkeit. Volumetrischer Ethanolmehrverbrauch 35 %, energetischer Verbrauch hingegen dem Dieselöl gleich. Vorteil: Abgas stark ruß- und S02-vermindert. Nachteilig ist schlechtes Kaltstartverhalten, insbesondere bei Minusgraden.

Disaccharide: Zweifachzucker, von denen Saccharose (Rohr- oder Rübenzucker) und Maltose (Malzzucker aus der Stärkeverzuckerung) für die Alkoholgewinnung bedeutsam sind.

Distillers (…)
a) Dried Grains (DDG),
b) Dried Grains with Solubles (DDGS) und
c) Dried Solubles (DDS):
unterschiedlich zusammengesetzte getrocknete Schlempebestandteile. Futtermittel-Nebenprodukte der Alkoholerzeugung.

Druckloser Stärkeaufschluss: Grundlage der modernen Brennereipraxis bei Verarbeitung stärkehaltiger Rohstoffe, die sehr fein vermahlen bzw. vermust werden müssen. Aufschluss unter 100°C.


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