E für Bioethanol, 10 für 10 Prozent Beimischung
Schon seit einiger Zeit enthält das Benzin an deutschen Tankstellen bis zu 5% Bioethanol. Und mit E 10 ist noch mehr Bio im Tank möglich. Das ist gut für das Klima – und für die heimische Wirtschaft.
E 10 – Benzin, dem bis zu 10% Bioethanol beigemischt werden – wird voraussichtlich ab 2010 das Kraftstoffangebot an deutschen Tankstellen erweitern. Einen verbindlichen Standard für den neuen Kraftstoff gibt es bereits: E 10 wurde als DIN 51626-1 für den Einsatz in Deutschland genormt. Damit wird die gleichbleibend hohe Qualität des Kraftstoffs sichergestellt.
Die Diskussion der letzten Monate über die Einführung von E 10 hat viele Verbraucher verunsichert. Hier finden Sie Antworten auf Ihre Fragen rund um E 10:
Warum soll E 10 eingeführt werden?
Gibt es bereits Erfahrungen mit der Verwendung von E 10?
Warum haben manche Fahrzeuge Probleme mit E 10?
Mein Wagen verträgt laut Hersteller kein E 10. Was kann ich nach der E 10-Einführung noch tanken?
Verträgt mein Auto E 10?
Warum soll E 10 eingeführt werden?
Mit der Verwendung von E 10 werden 10% des Benzins durch einen aus heimischen landwirtschaftlichen Rohstoffen hergestellten Biokraftstoff ersetzt. So erhöht E 10 die Unabhängigkeit unserer Energieversorgung und hilft, die Erdölreserven zu schonen.
Die Beimischung von Bioethanol verbessert die Klimabilanz des Kraftstoffes. Denn das CO2, das bei der Verbrennung freigesetzt wird, haben die Pflanzen während des Wachstums durch Fotosynthese aufgenommen. Die Einführung von E 10 ist somit ein Beitrag zum Klimaschutz.
Von der positiven Klimabilanz von E 10 ist auch die EU überzeugt. Sie hat die Einführung von E 10 in allen Mitgliedsstaaten festgelegt, um den Ausstoß von Treibhausgasen im Straßenverkehr zu verringern und die EU-Klimaziele zu erreichen.
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Gibt es bereits Erfahrungen mit der Verwendung von E 10?
Ja, in anderen Ländern wie den USA, Australien oder Neuseeland kann man E 10 bereits seit längerem tanken. In Frankreich wird Benzin mit 10% Bioethanol seit April 2009 unter dem Namen „Super Carburant SP95-E10“ angeboten.
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Warum haben manche Fahrzeuge Probleme mit E 10?
Bioethanol hat etwas andere chemische Eigenschaften als Benzin. Deswegen kann es beim Einsatz von E 10 bei manchen Autos zu chemischen Reaktionen (Korrosion) in Motor und Kraftstoffsystem kommen.
Unproblematisch sind alle alkoholresistenten Stoffe wie Stahl, Gusseisen, beschichtetes Aluminium, Neoprenkautschuk und Teflon. Anfällig für Ethanolkorrosion sind hingegen Blei, unbeschichtetes Aluminium, Naturkautschuk, PVC und andere Werkstoffe, aus denen Tank oder Kraftstoffleitungen bestehen können.
Von diesen Problemen sind fast ausschließlich ältere Fahrzeuge (Baujahre vor 2000) sowie Fahrzeuge mit Direkteinspritz-Systemen der ersten Generation betroffen.
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Mein Wagen verträgt laut Hersteller kein E 10. Was kann ich nach der E 10-Einführung noch tanken?
Das bislang angebotene und für alle Benziner geeignete E 5 erhält Bestandsschutz und bleibt bis mindestens 2013 zusätzlich auf dem Markt. Falls Ihr Wagen kein E 10 verträgt, können Sie also weiterhin E 5 tanken.
Übrigens: Für Fahrzeuge, für die laut Betriebsanleitung die Verwendung von Super Plus ausdrücklich vorgeschrieben ist, ändert sich durch die Einführung von E 10 nichts. Sie tanken weiterhin den gewohnten Kraftstoff.
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Ob Ihr Auto E 10-tauglich ist, überprüfen Sie hier anhand unserer Datenbank >>
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