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Biokraftstoffziel 10% im Jahr 2020 problemlos zu erreichen
Info-Meldung

Die EU-Kommission ist aufgrund einer Folgenabschätzung ihrer Erneuerbaren-Energien-Politik zu dem Ergebnis gekommen, dass in der EU-27 genügend Ackerfläche zur Verfügung steht, um die Nachfrage nach Lebensmitteln und Bioenergie zu befriedigen. Damit weist die EU-Kommission Sorgen über steigende Preise als Ergebnis ihrer Energiepolitik zurück.

In der Analyse wird ab 2007 ein europaweiter Ausbau der Bioethanolherstellung mit einer verstärkten Steigerung zwischen 2011 und 2014 angenommen. Die Anbaufläche von Biomasse zur Biokraftstoffproduktion wird von 3% auf 15% der verfügbaren Ackerfläche steigen, das sind dann 17,5 Mio. ha. Der Flächenanteil von Rohstoffen zur Bioethanolerzeugung steigt von 1% auf 11%.
Ein Großteil der Biomasse kann auf bisherigen Stilllegungsflächen angebaut werden. Im Gebiet der EU-15 macht dies 3,9 Mio. ha, bei den 12 Beitrittsländern weitere 1,5 Mio. ha aus. Dadurch können 14 Mio. t Getreide zusätzlich angebaut werden. Auch die zugrunde gelegten Ertragszuwächse von jährlich 1% fangen einen Großteil des Mehrbedarfs auf, da durch sie im Jahr 2020 in der EU-27 auf derselben Fläche 38 Mio. t Getreide zusätzlich zur Verfügung stehen. Insgesamt stehen so 52 Mio. t mehr Getreide und Stroh als heute zur Verfügung.

Zur Deckung des Rohstoffbedarfs von Biokraftstoffen der 1. und 2 Generation entfällt im Jahr 2020 auf Zucker 12% der Inlandsnachfrage. Auf Getreide (hauptsächlich Weizen, Mais und Roggen)  entfällt ein Anteil von 59 Mio. t, das sind 19%  des europäischen Verbrauchs. Die Teuerungsrate von Getreide wird in einer Spanne von 3-6% gegenüber 2006 gesehen.

Als Fazit wird betont, dass die Bioenergieproduktion mittel- bis langfristig eine der größten Chancen für die Landwirtschaft bedeutet. Das Ziel einer zehnprozentigen Beimischung erlaubt der EU in Verbindung mit neuen Technologien, erneuerbare Kraftstoffe auf nachhaltige Weise zu sichern, ohne dabei die Märkte aus der Balance zu bringen.

Folgenabschätzung der EU-Kommission (englisch)

Weitere Informationen zu diesem Thema sind in der Studie "Rohstoffverfügbarkeit in Deutschland und der EU-25" der Universität Hohenheim enthalten.

Studie

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